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Flutstr. 1
12439 Berlin

Events 2017

 4. - 6. August 2017

21. Internationales

Berliner Bierfestival

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8. - 10. September 2017

23. Alt-Marzahner Erntefest

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27. - 29. Oktober 2017

25. Winzerfest in Pankow



Änderungen vorbehalten!

Gemütlichkeit hat einen

  Namen

    "Internationales

  Berliner Bierfestival"

Festivalimpressionen

Manfred Laugkner, vom Offsetdrucker zum Bierfachmann und der Autor des "Coepnicker Bierreport"

Im Verlauf seiner mehr als 45 Berufsjahren druckte M. Laugkner, der Herausgeber der Hobby-Zeitung „Coepenicker Bierreport“ Hunderte Millionen „Bierflaschen – Etiketten“ für zahlreiche Brauereien. Privat trug er Tausende Etiketten aus über 60 Länder zusammen – als Sammler. Die Biere hunderte Brauereien aus vielen Ländern verkostete er – als Kenner und Bierliebhaber. Seit 17 Jahren besucht er  Brauereien in Deutschland und Europa und versucht, diese in Bild und Text zu porträtieren. Seine Freunde in Deutschland und zahlreichen Ländern der Welt, welche das Blatt beziehen, liefern als Gegenleistung Informationen über alles Wissenswertes aus der Welt des Bieres. Neugründungen von Gasthausbrauereien werden dabei ebenso erwähnt wie besondere Schöpfungen der Braukunst.

Der „Coepenicker Bierreport“ erscheint seit 1993, er ist nicht im Handel erhältlich und ist nur für einen auserwählten Kreis von Freunden und Kollegen bestimmt.



Der Markt wandelt sich - der Bierdurst bleibt, Trends rund um den Gerstensaft

In immer kürzeren Abständen machen Fusionen und Übernahmen von teilweisen weltweit agierenden Brauereikonzernen Schlagzeilen. Die Globalisierung macht vor dem Bier nicht halt. Der Trend zu Massenbieren ist nicht aufzuhalten. Knallharte ökonomische Interessen sorgen für einen ungebremsten Verlauf dieser Entwicklung. Die wahre Bierkultur hat Jahrtausende überdauert und wird auch durch Globalisierung und Massenbiere nicht verdrängt oder gar eingeschläfert. Vom Verbraucher werden viele Biere der Hektoliter – Millionäre oftmals nur noch als Langweiler wahrgenommen. Gerade jüngere Erwachsene sind durch die nicht selten plump aufdringlichen – manchmal hirnlosen Werbetexte kaum als Bierfreunde zu gewinnen. Auch durch Geschmacksvereinheitlichung wird das Image des Bieres wohl eher beschädigt. Hier liegt die Chance für die Mittelstandsbrauereien, für den Gasthausbrauer und den Kleinbrauern. Sie können durch Sortenvielfalt und Innovationen auf regionale Geschmacksrichtungen viel besser eingehen. Wer über ein gutes Konzept verfügt, kann mit Bierspezialitäten nach völlig neuen und nach uralten Rezepturen seine Marktnische finden. Mittelstandsbrauer, die über viele Jahre gegen den Branchentrend Ausstoßzuwächse  verzeichnen beweisen, dass man mit Mut und Einfallsreichtum auf einen schwieriger gewordenen Markt sehr wohl bestehen kann. Wer die Atmosphäre zum Beispiel in einer fränkischen Privatbrauerei kennengelernt hat, wird schwerlich bestreiten können, dass auch im neuen Jahrtausend das Bier für Geselligkeit, Wohlbefinden und für Lebendqualität sorgt. Viele Entwicklungen in allen Bereichen des Lebens, von der Jeansmode bis zum Industrie – Design begannen  ihren Siegeszug um den Erdball in Amerika. Ein Blick auf die schnell und kräftig wachsende Anzahl von Microbrauereien in den USA im Verlauf der letzten Jahre lässt die Überzeugung reifen:

Hopfen und Malz für die Biere der Welt ist noch längst nicht verloren!

Verfasser Manfred Laugkner



Uli Wappler, der Dienstälteste Braumeister von Berlin

 

Uli Wappler, ein Gründungsmitglied der Berliner Biermeile e.V.

Uli´s fast letzte Arbeitsstätte war die Gasthausbrauerei im Einkaufscenter „Berlin Carré“ am Alexanderplatz. Diese Schaubrauerei, welche mitten im Lokal steht wurde nach den Plänen von Uli Wappler errichtet. Dort stellte er auch „sein“ Kupfer vor, ein Bier von besonderer Güte und Geschmack. Diese Kupfer, eine Kreation von Uli Wappler, wurde aber schon vor dem "Alexanderbräu" entwickelt, von Uli persönlich.

Ein anständiges Bier, darunter versteht Uli Wappler ein Bier was sehr bekömmlich sein soll und man nicht am nächsten Morgen mit einen Brummschädel aufwacht. Die Zutaten, eigentlich ganz einfach, gutes Wasser sehr gute Braugerste, erstklassigen Hopfen und Hefe. Doch dann kommt die Erfahrung des Meisters, der aus diesen Zutaten ein Klassebier zaubert.

Eigentlich hat Uli Wappler mit 68 Jahren seinen Beruf an die Sudpfanne gehangen, doch er kanns nicht lassen und ist immer noch sehr aktiv und betreut eine Brauerei in der Mongolei, in der Hauptstadt Ulan Bator. Dort packt er mit an und unterweist dort die Brauer in der Herstellung von Untergärigen Bieren, die dort, so gut wie unbekannt sind.

Uli Wappler ging damals mit 14 Jahren in die Lehre in der Grenzquell-Brauerei, dort lernte er wie man Bier braut. Doch 1954 zog es ihm nach Berlin, zuerst zu Bürgerbräu, später zur Engelhardt-Brauerei in Berlin-Stralau, doch leider gibt es diese Brauerei nicht mehr, sie wurde ein Opfer der „Wende“ und Bürgerbräu hat auch seine eigene Brauerei aufgeben.

Anfang 1970 bekam Uli Wappler den Auftrag ein alkoholfreies Bier für die Autofahrer zu entwickeln, das wurde dann im Jahre 1972, unter dem Namen „Aubi“ (Autofahrerbier) auf dem Markt gebracht. Dieses „Aubi“ war das erste alkoholfreie Bier des damaligen Ostblockes. Die Engelhard-Brauerei produzierte dann dieses Bier weltweit, nach den USA unter den Namen „Foxi Light“ und auch nach England, dort hieß es dann „Beroliner“ Es hat einen Alkoholgehalt von weniger als 0,5 % und war und ist nicht jedermanns Geschmack. Doch nach weiteren Geschmacksverbesserungen wurde dann das "Aubi" in "Pilot" umgetauft und fand einen sehr großen Abnehmerkreis. Diese Herstellungsart war zu dieser Zeit, einmalig auf der Welt.   Doch mit dem Abriss der Engelhardt-Brauerei, endete auch dort die Ära des „Aubi“und andere Biere. Uli Wappler bekommt heute noch ein sehr wehmütiges Gefühl, wenn er sein ehemaliges Wirkungsfeld sieht.

Doch das Aubi erfährt seine Wiedergeburt, seit August 1998 wird dieses Bier in der Dingslebener Privatbrauerei Metzler in Thüringen wieder gebraut. Übrings ist das Aubi eine geschützte Marke und hat auch hier, weniger als 0,5 Prozent Alkoholgehalt. Na ja, wer es mag, doch Pils bleibt Pils.

Es gab schon 1922 in den USA alkoholfreies Bier, durch das Alkoholverbot, doch über diesen Geschmack können wir wohl köstlich streiten. Vor 1970 gab es auch schon in Westdeutschland und in der Schweiz  "Birelli" alkoholfries Bier, allerding mit anderen Herstellungsmethoden.